Hunde und Jogger/Walker/Radfahrer

Hier kommt es wohl zu den grössten Reibereien.

Das Fehlverhalten und die Missverständnisse sind dabei aber immer auf beiden Seiten vorhanden.

Hundehalter:

Behalten sie ihre Umgebung im Blick und nehmen sie ihren Hund an die Leine wenn andere Leute kommen.

Wir selber achten grundsätzlich immer auf die Umgebung (der typische Hundehalterblick: in kurzen Abständen immer rundum schauen) wenn wir einen der Sportler/Spaziergänger bemerken nehmen wir unseren Hund an die Leine. Nur bemerkt man es manchmal nicht, denn gerade Radfahrer und Jogger tauchen sehr schnell von irgendwoher auf. Unser Hund ist unheimlich spielbegeistert und will jeden begrüssen den er sieht. Noch dazu läuft er dann auf die Leute mit einem typischen Begrüßungsbellen zu. Dies führt logischerweise zu Mißverständnissen. Für die meisten Leute ist das hinlaufen und Bellen bereits ein Angriff.

Jogger/Walker/Radfahrer u.ä.:

Hier kommt es immer wieder zu typischem "Fehlverhalten" das zumeist auf grober Unwissenheit oder fürchterlicher Angst beruht. Wenn ein Hund frei auf jemanden zuläuft und der Besitzer ist nicht in Eingriffreichweite oder es handelt sich sogar um einen streunenden Hund dann sollte man folgendes beachten:

Niemals die Fahrt, den Lauf mit unverminderter Geschwindigkeit fortsetzen oder sogar noch schneller werden. Dadurch weckt man den Jagdtrieb des Tieres und verhindert sogar das Eingreifen des Besitzers.Weglaufen-/fahren würde sowieso nichts bringen. Würde der Hund wirklich angreifen wollen hätte man keine Chance. Die beste Methode ist stehenbleiben und mit dem Tier reden. Allerdings nicht schreien, brüllen, treten oder ähnliches. Ein Hund reagiert auf Aggressivität ebenfalls sehr aggressiv. 99,noch was Prozent der Hunde wollen einen nicht angreifen, sondern schauen wer da ist und ob es vielleicht jemand zum Spielen ist. Wenn es sich tatsächlich um einen Angriff handelt hat man sowieso kaum Möglichkeiten (dies ist natürlich von der Hundegröße abhängig). Nording Walker sollten hierbei auch beachten dass manche Hunde auf Stöcke kritisch reagieren (meist wegen schlechter Erfahrungen). Natürlich ist es nicht richtig dass ein Hund jemandem hinterherläuft aber dadurch, dass sie stehenbleiben und mit dem Tier reden geben sie dem Besitzer die Möglichkeit einzugreifen.

Ob in diesem Moment der Hund frei laufen durfte oder nicht, ob ein Leinenzwang besteht oder nicht und ob alle rechtlichen Vorgaben eingehalten wurden ist in diesem Moment absolut zweitrangig. Das rumbrüllen und dadurch das weitere Reizen des Hundes erinnert einen fatal an den "typischen Deutschen Autofahrer" der noch aus dem Grab rausruft: "und ich hatte doch Vorfahrt"

Wenn es tatsächlich zu einem Angriff mit Folgen kommt (Bißwunde, kaputte Kleidung o.ä. sollte man sich mit dem Hundebesitzer in Ruhe auseinandersetzen. Ein verantwortungsbewusster Hundebesitzer hat eine entsprechende Haftpflichtversicherung die Schäden reguliert. Beachten sie bei der Debatte mit einem Hundehalter bitte auch dass manche Hunde einen sehr ausgeprägten Schutzinstinkt haben. D.h. sie reagieren bei Angriffen (auch verbale) auf ihren Besitzer evtl mit Schutzmaßnahmen. (Angefangen vom Knurren bis hin zum körperlichen Verteidigen)

Man sollte auch folgendes beachten:

Die Natur ist für alle da. Nicht nur für den freizeitbegeisterten Menschen sondern auch für Tiere. Man sollte sich gegenseitig respektieren und verstehen. Dazu gehört auch, dass sich ein Jogger/Radfahrer usw. zumindest grob über das Verhalten von Hunden informiert. Die meisten Mißverständnisse könnten dadurch ausgeräumt werden.