Türkei Reise vom 26.04.2007 bis 03.05.2007

Vorbemerkung:

Dies ist keine Warnung vor solchen Reisen sondern ein Bericht für die, die sich entschließen teilzunehmen und eine Entscheidungshilfe für diejenigen, die unschlüssig sind. Überlegt aber genau ob ihr diese Reise antretet oder nicht. Nicht jeder mag solch eine Art Urlaub! Gerade unerfahrene sind damit vielleicht auch schnell überfordert.

Und noch eine Bemerkung:

Im April 2008 haben meine Frau und ich erneut eine solche Reise "gewonnen" und auch wieder angetreten (diesmal ein anderer Anbieter und andere Ausflugsziele). Die Kosten waren mit der vorherigen Reise vergleichbar. Diese Reise war genausogut und teilweise sogar noch besser als die erste. Vor allem was die Unterkunft betraf. Wir waren in einem 5-Sterne Hotel untergebracht (in Deutschland minimum 4 Sterne wenn nicht sogar auch 5) das Hotel war Luxus pur. Die Verpflegung erstklassig und der Reiseleiter einfach toll. Leider sind durch einen PC-Absturz alle meine Fotos und Aufzeichnungen verloren gegangen, sonst würde ich auch davon eine Beschreibung machen.

Vorwort:

Seit 3-4 Jahren geistern Gewinnreisen in die Türkei durch die Gewinnlandschaft in Deutschland und Österreich. Wer bei irgendeinem Gewinnspiel teilgenommen hat, bei einer Befragung, oder sogar so naiv war ein Zeitungsabo abzuschließen wurde mit einer 8-tägigen Flugreise in die Türkei belohnt. Mir ist dies im Februar dieses Jahres ebenfalls, aufgrund einer Gewinnspielteilnahme, passiert. Insgesamt habe ich dann diese Reise bis Dezember 2007 30 mal gewonnen. Nach anfänglicher Skepsis und langem Stöbern im Internet haben meine Frau und ich uns entschieden an dieser Reise teilzunehmen. Diese Entscheidung haben wir jetzt, nachdem wir wieder zuhause sind nicht bereut.

Wohlgemerkt ich rede hier von einer Reise für zwei Personen, nicht von den sehr dubiosen Angeboten bei denen einer gewinnt und der zweite bezahlen muss (dies lohnt sich dann wirklich nicht).

Unser Reiseveranstalter war die Firma: Geomedia-Tours, dieselben Reisen werden auch von James Cook Holidays angeboten. Dies sind Veranstalter, die nur solche „Gewinnreisen“ anbieten.

Wer sollte solch eine Reise wirklich nutzen?

Wer unter Urlaub versteht, sich eigentlich nur am Pool, am Strand, und am Buffett rumzutreiben und dann abends bis spät nachts an der Bar oder in der Disco rumzuhängen der sollte schleunigst die Finger davon lassen. Meine Frau und ich finden solch eine Art Urlaub einfach schrecklich. Allerdings war es auch möglich auf dieser Reise die Tage frei zu gestalten. Man brauchte nur das Ausflugspaket nicht buchen und sich evtl. sogar für die Tage des Hotelwechsels selbst irgendwo einmieten.

Wer aber etwas sehen will, dabei auch in Kauf nimmt viel Zeit und viel Kilometer im Bus zu verbringen, wer informiert werden will und dabei auch an insgesamt 3 Verkaufsveranstaltungen teilnimmt (diese sind durchaus ertragbar), der kann diese Reise antreten. Dies war für uns genau der richtige Urlaub.

Natürlich kann man auch bei dieser Reise eine Faulenzerurlaub verbringen. Man braucht lediglich das Ausflugspaket nicht zu buchen und sich evtl. sogar über die Hotelwechselzeit selbst unterbringen. Dies führt natürlich zu Zusatzkosten, die man selber tragen muss. Außerdem sollte man vorher Kontakt zu Reisenden aufnehmen die die Ausflüge und den Hotelwechsel mitmachen (handynummern austauschen). Dadurch bleibt man auf dem laufenden, was die weitere Unterbringung, Änderung der Abflugzeiten oder sogar des Abflughafens! Ansonsten könnte es Probleme geben. Scheinbar sind nicht alle Reiseleiter bereit Auskünfte an sog. "Verweigerer" zu geben.

Zusatzkosten:

Natürlich kommen bei diesem Gewinn auch noch Zusatzkosten auf einen zu. Es kann aber keiner behaupten, dass dies nicht vorher bekannt war. Wer den Gewinnlink bestätigt hat konnte aufgrund der Reiseinformationen im Internet oder schriftlich schon im Vorfeld ersehen, dass z.B. die Ausflüge zugebucht werden müssen. (überall waren die Ausflüge immer entsprechend gekennzeichnet mit dem Vermerk: fakutaltiv zubuchbar) Man kann hier wirklich nur sagen: „Lesen bildet“.

Wenn ich so etwas gewinne muss ich mich vorher entsprechen informieren und diese Informationen waren entweder im Internet oder aufgrund der Reiseunterlagen wirklich ersichtlich. Man kann den Veranstaltern vielleicht den Vorwurf machen, dass sie nicht sofort dick und fett am Anfang der Informationen hingeschrieben haben, dass man dies und das zusätzlich bezahlen muss. Aber wer tut das schon?

Das unangenehme steht grundsätzlich mitten im Text oder unter dem Kleingedruckten. Ich war von der ersten Gewinn-mail an darüber informiert welche Kosten auf mich zukommen.

Als Kosten, nachzubuchen in der Türkei, kamen hinzu:

Halbpension pro Person 70€, Ausflugspaket pro Person: 149€

Wohlgemerkt: niemand musste die Leistungen buchen, es war jedem freigestellt

Achtung: bei allen Mittagessen(Ausflugspaket) und auch beim Abendessen (Halbpension) sind keine Getränke enthalten. Die Getränkepreise sind durchaus gewöhnungsbedürftig Kleines Bier: 2,50 – 3,50 €, Glas Wein: 3 -4 €, Glas (manchmal Dose) Cola: 2-3 € am billigsten ist Wasser.

Da auch bei normalen Pauschalreisen die Buchungsgebühr sowie PAX/TAX/Kerosin zusätzlich gezahlt werden müssen, hat uns dieser Urlaub bei Buchung der Halbpension und der Ausflüge 438€ gekostet. Dies bedeutet eine 8-tägige Rundreise mit Vollverpflegung und Reiseleitung sowie allen Eintritten für diesen günstigen Preis. Ich habe lange im Internet versucht eine entsprechende Reise billiger zu finden, es ist mir nicht gelungen. Solche Reisen waren alle pro Person um die 350 - 450€

Wenn man das Ausflugspaket und die Halbpension nicht bucht aber den Hotelwechsel mitmacht (der ja im Gewinn enthalten ist) kostet einen der Urlaub nur die zusätzlichen Kosten für die eigene Verpflegung am Mittag und Abend. Allerdings ist die Frage ob es dann wirklich billiger kommt als die Zusatzbuchung.

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Jetzt folgt unser Tagebuch über die Reise vom 26.04.2007 bis 03.05.2007

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26.04.2207 Anreisetag

Der Abflug war für 18:25 Uhr angesetzt. Wir waren 2 1/2 Stunden vorher am Flughafen, trotzdem war die Schlange zum einchecken schon sehr lang. Aber auch diese erste Wartezeit des Urlaubs ging dann vorbei. Vom Warteraum aus sahen wir dann schon unsren Flieger stehen. Es war eine Boeing 737-800 der Pegasus Airlines. Ein ziemlich eng bestuhlter Flieger der aber ganz gut in Schuss war. Der Start verzögerte sich dann noch um 45 Minuten.

Das Personal war freundlich, der Service oK. Wenn auch das Sandwich nicht wirklich der Renner war. Ein Getränk zum „Sandwich“ war frei. Weitere Sachen mussten dann bezahlt werden.

Nach der Landung in Antalya waren nach dem Ausgang des Flughafens viele kleine Schalter an denen die ankommenden verteilt wurden. Nach anfänglicher Hektik wurden wir uns auch darüber klar von man hin musste, vor allem als einer alle Geomedia-Leute zu sich rief. An diesen Schaltern wurden alle nach einer Namensliste auf die am Parkplatz wartenden Busse verteilt. Wir hatten den Bus 46. Am Bus stand unser Reiseführer der sich dann später als Ali vorstellte. Wie sich dann im Laufe der Reise herausstellte hatten wir mit unserem Ali einen absoluten Glücksgriff gemacht. Genauso mit unserem Busfahrer Mehmet

An dieser Stelle ein Super Lob an euch Ali und Mehmet

Im Bus kam dann ein Mitarbeiter von Vogue Travel und bot die Halbpension an. Wir hatten uns dann doch dazu entschieden dies in Anspruch zu nehmen. Im Laufe der Reise stellte sich dann heraus dass dies auf keinen Fall ein Fehler war. Die Halbpension kostete pro Person 70€, also waren wir schon erstmal 140€ los.

Wir fuhren dann zu unserem Hotel nach Belbidi, und zwar das Hotel Carelta.

Im Bus erklärte uns Ali wann es am nächsten Tag weitergeht (Abfahrt 11:00Uhr) er sagte auch gleichzeitig, dass er davon ausgeht, wenn jemand nicht an der Begrüßungsveranstaltung teilnimmt, dass diese Leute sich auskennen und ihren Urlaub selbst gestalten möchten (kein Druck, keine Unfreundlichkeit)

Für die, die Halbpension gebucht hatten gab es dann noch etwas zu essen (Buffett)

Dies war ein Gutes Hotel (4-Sterne). Man muss allerdings dazu sagen, dass in der Türkei 4 Sterne nicht unserem 4 Sterne Standard entsprechen. Trotzdem kann man über das Hotel überhaupt nicht klagen. Zimmer mit Fernseher (Deutsche Sender: RTL, Sat 1, Pro 7) Telefon, Dusche, Balkon und Meerblick. Die Anlagen des Hotels waren top, der Strand und Steg am Meer wurden gerade bearbeitet aber trotzdem war alles in Ordnung. Vor allem die Buffets.

Um 1:45Uhr Türkische Zeit dann endlich ins Bett

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27.04.2007 erster Urlaubstag

Um 7:00 Uhr aufgestanden (freiwillig, da das Programm erst spät am Vormittag begann). Zum ersten Mal bei Tageslicht den Blick auf das Meer und auf das Taurus-Gebirge genossen.

Frühstücksbuffet war super. Danach ein Spaziergang durch den Ort und am Strand.

Um 11:30 Uhr war der Begrüßungscocktail in einem andern Hotel in Kemer. Wobei der Cocktail nicht vorhanden war und erst später in nicht ausreichender Menge serviert wurde.

Wir wurden von Frau Sonka von Vogue Travel begrüßt und anschließend wurde von ihr das Ausflugspaket vorgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass

unverständlicherweise viele nichts davon wussten, dass hier Zusatzkosten auf einen zukommen (siehe meine Eingangsausführungen) Frau Sonka war nett, freundlich und hat alles ausführlich erklärt. Von Psychischem Druck oder gar unfreundlicher Behandlung keine Spur.

Nach dieser Veranstaltung konnten das Ausflugspaket gebucht werden. Dabei stellte sich heraus, dass aus unseren beiden Bussen 46 und 72 (die beide nicht voll waren) nur noch ein Bus (auch nicht voll), zusammenkam, mit Leuten die alles mitmachen wollten. Im Nachhinein tun mir die leid die nicht mit dabei waren wir hatten nämlich tolle Tage. Das Ausflugspaket kostete 149€ pro Person, also waren wir diesmal 298€ los. (Das Paket war aber unserer Meinung nach den Preis wert. Es waren die Fahrten, Mittagessen (immer Buffett, manchmal nicht so gut) und alle Eintritte dabei, sowie die Führungen durch Ali)

Nach dieser Veranstaltung wurden wir auf zwei Busse aufgeteilt. Die „Verweigerer“ wurden ins Hotel zurückgefahren und wir fuhren los Richtung Berge zu einem Restaurant zum Mittagessen. Dies war das Restaurant: Botanik.

Hier war es einfach toll. Salat, Vorspeise, in einer Eisenpfanne gegrillte Forelle, Obst.

Achtung: bei allen Mittagessen und auch beim Abendessen (Halbpension) sind keine Getränke enthalten. Die Getränkepreise sind durchaus gewöhnungsbedürftig Kleines Bier: 2,50 – 3,50 €, Glas Wein: 3 -4 €, Glas (oder Dose) Cola: 2-3 € am billigsten ist Wasser.

Nach diesem Essen fuhren wir nach Phaselis und besichtigten die interessanten Ruinen. Führung diesmal durch den Reiseführer des anderen Busses (Name leider vergessen)

Nach der Besichtigung fuhren wir ins Hotel zurück. Ankunft 18:00 Uhr.

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28.04.2007 zweiter Urlaubstag

Abfahrt 8:30 Uhr Richtung Myra.

Besichtigung der Felsengräber und des Theaters. Ali als Führer einfach Klasse.

Die Felsengräber sind absolut sehenswert, genauso das Theater.

Danach in Myra die Besichtigung der Basilika des Hl. Nikolaus.

Dann Mittagessen in einem Restaurant (natürlich für Busfahrten spezialisiert) das Essen war aber sehr gut und das Restaurant auch absolut ansprechend.

Nach dem Mittagessen fuhren wir dann in die Bucht von Üzagiz um von dort aus eine Bootsfahrt zu machen. Es ging zur Insel Kelkos mit einer versunkenen Stadt. Vom gläsernen Boden des Bootes aus konnte man auf die Ruinen der Stadt schauen. Das Boot machte dann noch einen 20-30 minütigen Stopp in einer Bucht. 2 Frauen unserer Truppe nutzten diese Pause sogar zum Baden (Wassertemperatur ca. 18 Grad). Nach dem ca 3-stündigen Bootsausflug ging es zurück ins Hotel. Dort kamen wir um 18:50 Uhr an.

Ein langer Tag, aber sehr schön.

Nach dem Abendessen ging es um 21:00 Uhr zu einem türkischen Abend.

Dieser Abend war eigentlich nur ein einziger gigantischer Abzockversuch.

An dem Lokal, das nicht anderes macht wie türkische Abende (ungefähr vergleichbar mit den original Bayerischen Volksabenden in meiner Heimat) wurde man von Fahnenträgern, Trommlern und Flötenspielern begrüßt. Dann ging es ins Lokal, dort waren große runde Tische auf denen viele Weinflaschen standen. Man wurde dann am Tisch von einem gut deutsch sprechenden Herrn begrüßt der als erstes die guten Weine die man dann trinken sollte vorstellte. Danach erläuterte er die Preise:

Der günstigste Wein (0,7ltr) 15€, ein Cocktail: 7,50€ zum Cocktail gab es dann allerdings als „Super-Zugabe“ eine Flasche Landwein, allerdings keine normale Flasche sondern eine total kitschig aufgemachte Flasche (ummantelt mit irgendeinem abfärbendem Material) als Schildkröte und andere Motive, das kleine Glas Bier: 3,50€, Cola (kleines Glas) 3€.

An unserem Tisch und auch an vielen anderen Tischen wurde nicht einmal eine Flasche Wein getrunken. Die meisten beschränkten sich auf das Bier und die Cocktails.

Die Vorstellung die dann zwei Stunden lief, war aber tatsächlich absolut sehenswert. Die Darsteller scheinbar alles Laien (wir erkannten einige Hotelangestellte) zeigten Volkstänze und Trachten der verschiedenen Regionen. Es trat eine Bauchtänzerin auf (absolut sehenswert und gut gemacht) die auch einige Männer aus dem Publikum auf die Bühne holte. Außerdem trat ein Bauchtänzer!! Jawohl ein Mann!! auf, der einen hervorragenden Bauchtanz aufführte. Dieser holte dann auch einige Frauen aus dem Publikum auf die Bühne. Störend dabei war nur eine dieser Frauen die als absolute Selbstdarstellerin überhaupt nicht mehr zu bremsen war.

Schon auf der Fahrt zu diesem Abend erläuterte unser Führer, dass bei dem Abend ein Getränk(natürlich das billigste) pro Person frei ist. Er warnte uns allerdings auch gleich dass es beim Abrechnen Probleme geben kann und sich die Führer immer in unserer Nähe aufhalten (sie hatten einen extra Tisch).

Prompt kam es auch zu diesen Problemen. Noch währen die Show lief kamen die Kellner zum Abkassieren, in gebückter Haltung (damit jeder was sieht!) und im Halbdunkel mit entsprechender Lautstärke im Hintergrund kassierten sie die Getränke ab. Natürlich versuchten sie das Freigetränk zu vergessen.

Nach einem entsprechenden Einspruch am Nachbartisch, mit Einschaltung des Reiseführers klappte es dann.

Passt also an diesem Abend auf und wehrt euch entsprechend.

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29.04.2007 dritter Urlaubstag

09:00 Uhr Abfahrt nach Antalya

Gleich im voraus: dieser Tag kann allerhöchstens unter „na ja“ abgehakt werden.

Zuerst hatten wir kurze Zeit (30 min) um den Hafen anzuschauen. Dieser ist sehr hübsch und durchaus sehenswert (mehr Zeit wäre schön gewesen). Dann fuhren wir in die Stadtmitte zum Basar.

Diesen Basar kann man absolut vergessen. Er ist vergleichbar mit den Vietnamesenmärkten in Tschechien. Nur Ramsch und nur Plagiate. Die Verkäufer waren zwar lästig aber nicht allzu aufdringlich. Man muss allerdings ununterbrochen Nein sagen, den Kopf schütteln und weitergehen. Ja nicht stehen bleiben sonst kommt man fast nicht mehr weg. Ich hatte den festen Vorsatz nichts zu kaufen, und kam trotzdem mit 5 Paar „Hugo Boss“ Socken (grins) und geputzten Schuhen wieder raus.

Für den Basar hatten wir 2 !!!! Stunden Zeit. Dies war eindeutig zuviel. 1 Stunde hätte spielend ausgereicht. Antalya selber ist nichts anderes als eine große schmutzige und laute Stadt. Ein längerer Aufenthalt hier ist absolut nicht nötig.

Dann fuhren wir zum Mittagessen in eine Massenabfertigungslokal speziell für Busse (draussen standen jede Menge) Die Vorspeise gab es vom Buffett, die Hauptspeise wurde serviert. Das Essen war allerdings in Ordnung und hat gut geschmeckt.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir den unteren Düdenwasserfall direkt an der Küste (5 min vom Lokal) der Wasserfall ist sehr nett aber ansonsten ist nichts Sehenswertes dabei. (Es gibt schönere Wasserfälle in der Nähe von Antalya). Für die Besichtigung hatten wir 20 min Zeit, dies hat auch gereicht.

Am Wasserfall stand auch wie fast überall das übliche „Kamel“. Das arme Tier steht den ganzen Tag dort rum, man kann dort rauf steigen wird 5-10 Schritte geführt, zum Fotografieren, dann steigt man wieder ab und ist je nach Ort 10-20€ los!!!!! Also lasst die Finger davon.

Um 16:00 Uhr waren wir dann wieder im Hotel.

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30.04.2007 vierter Urlaubstag zugleich Hotelwechsel in die Ägeis-Region

08:30 Abfahrt,

die Teilnehmerzahl: 12 Personen!!

zuerst nach Antalya zur Firma Sun-Jewels.

Hier also die erste Verkaufsveranstaltung. Zuerst wurden uns die Firma und die Produktionsschritte erläutert. Dies war durchaus interessant und sehenswert. Danach ging es in den Verkaufssaal. Dort konnte man den Schmuck den man gerade selber trug zum reinigen (kostenlos) abgeben. Das hat sich durchaus gelohnt, man glaubt nicht wie Ringe oder Ketten nach dem Reinigen glänzen. Natürlich wurde dann in den Verkaufsräumen durch eine große Anzahl von Verkäufern versucht Schmuck zu verkaufen. Ich habe dann wohl unwillkürlich die richtige Taktik gewählt, indem ich dem Verkäufer der uns begleiten wollte schlicht und einfach die Wahrheit gesagt habe: nämlich dass ich mir diese Art Schmuck nicht leisten kann. Von da an wurden wir zwar diskret im Hintergrund begleitet aber absolut in Ruhe gelassen (mein Kompliment an die Firma)

Wir verließen die Verkaufsräume vorzeitig, kauften im Souvernier-Shop der Firma eine Kette für unsere Tochter und saßen dann draußen in der Cafeteria und warteten auf den Rest. Dies zog sich allerdings fürchterlich in die Länge. Es gab einige die sich lange beraten ließen, Tee tranken und dann wohl doch nichts kauften obwohl sie wussten, dass wir an diesem Tag noch viele Kilometer vor uns hatten.

Nach über 2 Stunden Warterei konnten wir dann endlich in Richtung Ägeis, mit Zwischenziel Pamukalle starten.

Wir fuhren durch das Taurus-Gebirge das eine absolut grandiose und herrliche Landschaft ist. Irgendwann gegen Mittag machten wir dann Halt, „mitten in der Pampa“ bei einem Lokal das den Namen Lokal nicht verdient.

Es war einfach schrecklich. Im Vergleich zu diesem Lokal sind bei uns die schlechtesten Betriebskantinen mindestens 5-Sterne Lokale. Der Gastraum hatte den Charme einer Bahnhofshalle und das Essen war schlicht und ergreifend: „mies“. Zum Glück war das Salatbuffett in Ordnung und man konnte dadurch wenigstens etwas essen. Dies war das schlechteste Erlebnis unserer Reise. Die Firma Vogue Travel täte gut daran dieses Lokal von Ihrer Liste zu streichen.

Die Kalksteinterassen von Pamukalle sind einfach grandios und sehenswert. Man kann es irgendwie nicht beschreiben. Seht euch einfach die Bilder an die meiner Meinung nach für sich sprechen. Wir waren total begeistert. Wer sich dafür interessiert findet auch im Internet total gute Informationen. Diese Besichtigung hat sich absolut gelohnt.

Um 21:00Uhr kamen wir dann in Kusadasi im Hotel Polat an.

Das Hotel ist „so lala“, große Zimmer, TV (deutsch nur ZDF). Keine Dusche, nur Badewanne mit Duschvorhang, schmales Haus, dafür hoch, mit kleinem Pool und kleinem „Strand“. Weder vom Hotel noch vom Buffet vergleichbar mit dem Hotel Carelta in Belbidi.

Trotzdem hat das Essen geschmeckt und wir haben gut geschlafen.

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01.05.2007 fünfter Urlaubstag

Abfahrt um 09:30 Uhr nach Ephesus.

Vorher machten wir Halt in einem Eisenbahnmuseum. Dieses Freilichtmuseum stand nicht auf dem Programm, unser Ali hat es uns aber sehr empfohlen und auch den Eintritt für uns alle bezahlt. Es war sehr sehenswert, ca 70 Lokomotiven vom Baujahr 18xx bis 19xx. Ein Eisenbahnfan könnte sich hier den ganzen Tag aufhalten.

Danach Ankunft in Ephesos.

Die Ruinen sind einfach gigantisch. Das muss man gesehen haben. Es handelt sich um die größte Ausgrabungsstätte in Kleinasien. Da unsere Gruppe so klein war, war die Führung durch Ali einfach grandios. Mit großem Wissen und vielen Erläuterungen hat er uns über 2 Stunden durchgeführt. Insgesamt hatten wir ca 3 Stunden Zeit.

Von Ephesus fuhren wir dann in ein Lokal zum Mittagessen. Alles vom Buffett. Das Essen war sehr gut. Danach fuhren wir in ein keines Bergdorf. Absolut entzückend. Die ganzen Häuser standen unter Denkmalschutz und das ganze Dorf war auf Tourismus ausgerichtet. In den engen Gassen war praktisch alles Basar, allerdings nicht zu vergleichen mit dem Basar in Antalya. Nette Leute, überhaupt nicht aufdringlich, gute und preisgünstige Ware. Das Dorf ist spezialisiert auf die Herstellung von Fruchtweinen und Olivenölen. Ali hat uns dann in einen Laden geführt in dem er auch selbst eingekauft hat. Hier wurden uns mehrere Fruchtweine zum probieren angeboten. Wir hatten eine sehr lustige Weinprobe und kauften auch drei Flaschen Wein.

Anschließend fuhren wir wieder Richtung Tal und machten im nächsten größeren Ort Halt um eine Moschee zu besichtigen.

Ali erläuterte uns dort die islamische Religion, die Abläufe in der Moschee und religiöse Besonderheiten. Der Imam der Moschee der auch Deutsch sprach war ein sehr netter Mann. Man muss sich mal vorstellen: man steht bei uns in Deutschland in einer Kirche unterhält sich angeregt und lacht sogar. (Unvorstellbar??) In einer Moschee darf man das!!

Nach diesem Besuch und den Erläuterungen hat sich unsere Vorstellung vom Islam gründlich gewandelt.

Nach diesem Besuch fuhren wir wieder Richtung Kusadasi und machten einen kurzen Zwischenstopp bei einem Süßigkeitenhandel. Hier hätte man sich von vorne bis hinten durchfressen können.

Um 18:00 waren wir wieder im Hotel.

Dies war ein ruhiger, stressfreier und herrlicher Tag den wir nicht missen möchten.

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02.05.2007 sechster Urlaubstag zugleich Hotelwechsel

Abfahrt 07:30 wieder Richtung Taurusgebirge.

Gegen 11:30 machten wir Halt bei einer großen Teppichknüpferei.

Dort wurden wir begrüßt, dann wurden uns die Färbung, die Knüpferei (Handknüpfen) und die Seidengewinnung (aus Kokons) gezeigt und erläutert. Sehr interessant.

Anschließend wurden wir mit Tee bewirtet und uns verschiedene Teppiche gezeigt.

Danach begannen die Verkaufsgespräche. Wie es der Teufel wollte gerieten wir auch in ein Gespräch.

Ich muss sagen, es gibt nichts Schöneres wie ein ausführliches Verkaufsgespräch mit einem Türken. Wir hatten unheimlich viel Spaß, haben gelacht und wurden mit Tee bewirtet.

Da meine Frau etwas von Teppichen versteht waren die Verhandlungen intensiv und wir kauften dann tatsächlich einen wunderschönen Teppich der uns von anfang an zugesagt hatte zu einem sehr günstigen Preis. Das ganze zog sich allerdings etwas hin. Und die anderen im Bus mussten diesmal nicht auf unsere typischen Einkäufer sonder ausnahmsweise einmal auf uns warten.

Weiter ging die Fahrt ins Taurusgebirge und dann kam der Halt in der schon einmal erwähnten entsetzlichen Raststätte. Es hatte sich nichts geändert, nach wie vor: schrecklich.

Während der Weiterfahrt kam vom Ali die Hiobsbotschaft:

Unser Heimflug geht nicht wie vorgesehen um 12:25 sonder bereits um 06:25 Uhr Dies bedeutet um 01:30 aufstehen, 02:00 Frühstück und 03:00 Abfahrt zum Flughafen. Zum Glück verbringen wir die letzte Nacht wieder im Hotel Carelta in Belbidi, dies ist wenigstens sehr positiv.

Nach dieser Hiobsbotschaft ging es weiter nach Antalya. Dort machten wir Halt bei einer Lederfabrik.

Wir wurden begrüßt, es wurde eine (kurze) Modenshow mit Lederwaren vorgeführt und dann durften wir in die Verkaufsräume. Auch dort warteten Verkäufer auf uns. Allerdings waren auch diese nicht zu aufdringlich sondern eher dezent.

Die Masse von uns hat die Verkaufsräume sehr schnell wieder verlassen und am Bus auf den Rest gewartet.

Im Bus haben wir auch für den Fahrer Mehmet und für Ali gesammelt.

Ich habe für Ali gesammelt und muss leider sagen, dass die Beteiligung nicht gerade umwerfend war (für mich absolut unverständlich), hätten manche während der Erläuterungen nicht so laut geratscht oder Musik gehört hätten sie vielleicht mitbekommen mit was für einem umfangreichen Hintergrundwissen wir versorgt worden sind.

Um 19:40 kamen wir im Hotel an.

Wir bekamen sogar dasselbe Zimmer wie am Anfang (es war fast wie ein nach Hause kommen). Dann Abendessen, Koffer für den Heimflug fertigmachen und ab ins Bett.

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03.05.2007 Heimflugtag

Um 01:15 Uhr aufgestanden, 02:00 Uhr Frühstück, 03:00 Abfahrt zum Flughafen Am Flughafen beim Einchecken die nächste Hiobsbotschaft: Der Flieger geht über Berlin mit Zwischenlandung!!!

Flugzeug war eine Boeing 757-200 der Sun-Express. Neuerer Flieger mit ebenfalls sehr enger Bestuhlung. Der Service war oK. Fast besser wie bei Pegasus. Nur das Sandwich war genauso schlecht. Zwischenlandung in Berlin um 08:45. Der Pilot hat die Maschine ganz schön auf die Piste geknallt.

In Berlin mussten wir dann den Flieger (mit Handgepäck) verlassen. Als Transitreisende einen zwangsweisen kompletten Rundgang durch den Flughafen machen (mit Sicherheitskontrolle und Passkontrolle) um dann wieder beim Warteraum für dasselbe Flugzeug zu warten und wieder reinzugehen (absolut hirnrissig!!)

Ankunft München dann um 10:50

Also das wars.

Man sieht, dass ich auch die negativen Punkte sehr deutlich erwähnt habe. Es kann nicht immer nur positives geben.

Unser Fazit ist auf jeden Fall, dass sich diese Reise gelohnt hat. Ein zweites Mal würde ich sie zwar nicht machen, dass liegt aber nur daran dass der Reiseverlauf immer derselbe ist. Würden bei den Reisen verschiedene Ausflugsziele angefahren hätte ich von meinen 15 gewonnenen Reisen bestimmt noch eine zum Jahresende gebucht. Nach dieser Reise bräuchte man eigentlich noch 2 Tage am Strand um alles zu verarbeiten und sich zu erholen. Aber da wir am Donnerstag zu Hause waren und ich Freitag noch Urlaub hatte haben wir die Erholung einfach nachgeholt. Bildet euch euere eigene Meinung und überlegt genau ob ihr diese Reise antretet. Nicht jeder liebt so eine Art Urlaub.

Hier noch einige Tipps

Für Raucher: die Zigaretten sind im Flugzeug am billigsten (1 Stange LM 11€) im Duty-Free Shop am Flughafen 2 Euro teurer.

Die Preise im Flughafen von Antalya sind einfach unverschämt. Wenn man vor dem Flug noch etwas trinken oder essen will ist man mehr Geld los als wenn man abends lange und gut essen geht.

Man kommt (vor allem im Riviera Gebiet) überall gut mit Deutsch zurecht. Ein paar Brocken türkisch (ist gar nicht so schwer) werden begeistert aufgenommen. Alle Preise sind auch in Euro angegeben. Für den Kauf von Kleinigkeiten ist es aber empfehlenswert etwas in Lyra umzutauschen (nicht auf der Straße sondern in Banken oder Wechselstuben) Vor allem wenn man sich den Urlaub selber gestaltet und mit dem Dolmus oder Taxi fährt sowie außerhalb essen geht, sollte man unbedingt Lyra haben, da nicht überall Euro genommen werden.

Wir haben überall nur nette freundliche und hilfsbereite Leute getroffen. Unser Bild von der Türkei und vom Islam hat sich nach diesen 8 Tagen gründlich gewandelt.

Für Einkäufer im Duty-Free-Shop am Flughafen (vor dem Heimflug): aufgrund der Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck ist die Flüssigkeitsmenge beschränkt (200ml). Nach dem Passieren der Sicherheitskontrolle darf man aber im Flughafen Schnaps, Parfüm o.ä. in größeren Mengen kaufen und ins Flugzeug mitnehmen. Passiert euch aber dasselbe wie bei unserem Heimflug, nämlich dass der Flieger woanders eine Zwischenlandung macht und das Flugzeug verlassen werden muss, dann seit ihr euren Einkauf los. Man muss nämlich wieder durch die Sicherheitskontrolle und schon hat man mehr als 200ml Flüssigkeit dabei. Diese Einkäufe werden gnadenlos eingezogen. Auch bei Zigaretten gibt es scheinbar Probleme. Bei unserem Heimflug ist dies einem Mitreisenden passiert. Ich habe aber gesehen, dass wohl welche bescheid wussten und ihre Duty-Free Sachen vor Verlassen des Fliegers bei der Stewardess gelassen haben! Denkt also daran.

Überall in den Hotels und Restaurants stehen Trinkgeldboxen (Tipp-Box) dort kann man Trinkgeld reinwerfen. Dies wird aber wie ich erfahren habe durch die Chefs verteilt. Wenn ihr also jemanden habt, dem ihr direkt ein Trinkgeld zukommen lassen wollt gebt es ihm persönlich. Der Service in den Hotels ist übrigens absolut hervorragend. Manche Deutsche Lokale sollten sich davon mal anstecken lassen.

Jetzt folgen die Bilder.

Ich habe insgesamt 280 Bilder gemacht. Natürlich kommen hier nicht alle sondern ein paar ausgesuchte. Viel Spaß beim Anschauen